Unser Celle

Willkommen in Celle!

Kulinarische Geschichten aus Celle

Lieblingsorte in Celle haben uns über den Sommer bis in den Spätherbst hinein begleitet und Ihnen vielleicht Hoffnung gemacht, diese Ecken in unserer Stadt bald besuchen zu können. Durch die aktuellen Corona-Bestimmungen ist das leider noch nicht möglich.

Ausschnitt aus dem “Zuckerbankett”, Sonderausstellung im Residenzmuseum Celle. Foto: U. Eggers

Wir, die Mitglieder der Gästeführer Gilde Celle, haben uns daher etwas Neues ausgedacht. Wir möchten Ihnen einen Besuch Celles schmackhaft machen. Passend zu Advent und Winter werden wir an dieser Stelle in loser Folge erzählen, was in Celle traditionell gegessen und getrunken wurde und wird (und warum). Das eine oder andere Rezept können wir mitliefern, manches aber muss man vor Ort kennen lernen. Genießen Sie bei einer guten Tasse Kaffee und einem Stück Heidemehl-Torte die dunkle Jahreszeit, stöbern Sie dabei auf unserer Homepage, entdecken Sie Themen- und Kostümführungen zu kulinarischen Geschichten und planen Sie einen Besuch in Celle, sobald das möglich ist. Und wenn Sie dann noch eine Stadt- oder Schlossführung buchen, können wir uns persönlich kennen lernen. Wir freuen uns auf Sie!

Bier – das flüssige Brot

Als Celle noch Residenzstadt des Fürstentums Lüneburg-Braunschweig war, führte „Schmalhans“ das Regiment in den Küchen der einfachen Leute. Brot, Mehlspeisen, Getreidebreie, Eier und Milch standen damals, sofern verfügbar, auf dem Speiseplan. Wie wäre es den Menschen wohl ohne das „flüssige Brot“ ergangen?
Das Bier brauen ist eine sehr alte Kunst. Eine Ausbildung war anfänglich nicht nötig, da die alten Braumeister ihr Wissen einfach an die Brauknechte weitergaben. Gemalztes und geschrotenes Getreide wurde im warmen Wasser eingemaischt. Siedend heißes Wasser wurde hinzugefügt. Würzen und dann gären lassen. Fertig war das Grundnahrungsmittel Nummer Eins – unser Bier. Dem schwer belasteten Wasser wurden durch das Erhitzen die Keime und Bakterien entzogen. Reihum wurde auf Vorgabe der Stadtväter Anfang des 17. Jhds. durch 101 Brauer gebraut, so dass eine Grundversorgung der Stadtbevölkerung jederzeit gewährleistet war.
Bierprobeherren prüften die Qualität, bevor das „edle Nass“, das Celler Bier, zum Ausschank kam. Das gute Einbecker war den Gaumen der Herzöge und der hohen Herren vorbehalten. Um das so wichtige Handwerk des Bierbrauens zukünftig besser organisieren zu können, wurde das Braueramt gegründet. Stolz prangte das hiesige Wappen am „Braueramptshaus“.
Heute gibt es keine 101 Brauer mehr, aber die Brautradition ist in unserer Residenzstadt erhalten geblieben. Das urige Bier der damaligen Zeit machte einer „urtrüben“ Spezialität und vielen anderen traditionell gebrauten Biersorten Platz, die zu einer festen Größe in Celles Gastronomie wurden. Kommen Sie nach Celle, genießen Sie unser köstliches Bier und wandeln Sie in unserer schönen Fachwerkstadt auf den Spuren der alten Brauer.

Jürgen Matschiowalli

Neugierig geworden? Wir freuen uns sehr, Sie in unserer schönen Stadt bald wieder begrüßen und begleiten zu dürfen. Unser gesamtes Angebot an Führungen finden Sie auf unserer Homepage. Haben Sie Fragen, rufen Sie uns direkt an (Rubrik „Unsere Gästeführer) oder schreiben eine Mail an ggc.info@t-online.de . Buchungen sind auch möglich unter fuehrungen@celle-tourismus.de

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